„Lernet von mir, denn ich bin sanftmütig und demütig von Herzen, und ihr werdet Ruhe finden für eure Seelen!“ Mt 11, 29

Am Vorabend des Helden der Sanftmut und Liebenswürdigkeit.
Dieses edelste Heldentum, diese innere sittliche Größe finden wir am hl. Franz von Sales; es ist nichts anderes als seine Liebenswürdigkeit, der „eigentliche, kennzeichnende Zug seiner Persönlichkeit und Heiligkeit, von der ihm seine Allgewalt über die Menschenherzen kam“. -Seine Liebenswürdigkeit ging tief, kam aus der grundtiefen Nächstenliebe, wie sie mit Flammenworten im ersten Korintherbriefe (Kap. 13) beschrieben wird; sie ging tief und kostete heldenmütige Opfer!
Die beste Zeugin, die hl. Franziska von Chantal, versichert uns, dass die Liebe zum Nächsten den Heiligen unendlich viele Unannehmlichkeiten und unzählige Opfer in jeder Hinsicht gekostet hat. Am besten aber sagt er selber es aus, indem er jenen den wahren und starken Helden nennt, der die täglichen, natürlichen Fehler des Nebenmenschen mit Geduld trägt. Von den hundert erläuternden Beispielen seien nur zwei erwähnt: Einer seiner Diener, obgleich schon alt, wollte sich verheiraten. Der Heilige selbst setzte ihm das Heiratsgesuch auf, und zwar so schön, dass die Erwählte ganz gerührt ihre Einwilligung gab. Zeigt dieses Beispiel die sonnige Heiterkeit seiner Nächstenliebe, so das andere den heroischen Opferwillen: Er nahm nämlich einen taubstummen Jungen in seine Dienste, nur um an ihm Geduld und Barmherzigkeit ständig zu üben.

„Zwei Dinge werden dich im frommen Leben bewahren: der ernste Entschluss, alle Pflichten deines Standes zu erfüllen; und starker Mut, dich nicht zu ängstigen und zu entrüsten bei den Fehlern, welche du dabei begehen kannst.“ (Hl. Franz von Sales)

Tagesheilige:

  • Vermählung Mariens
  • Hl. Ildefons, Erzbischof von Toledo +667.
  • Hl. Emerentiana, Jungfrau und Märtyrerin zu Rom, + um 304. – Gott sei Dank!

Nachfolge Christi, 1 .B. 20.K.: „Die größten Heiligen haben, wo sie konnten, den Umgang mit Menschen gemieden und es vorgezogen, für Gott im Stillen zu leben!“

Gib mir die Ehre, ich gebe dir meinen Frieden!