„Dem Herrn geweiht!“ Lk 2, 25

„Die Tage der Reinigung, die das mosaische Gesetz vorschrieb, waren zu Ende. Da brachten sie Jesus nach Jerusalem, um ihn dem Herrn darzustellen.“ Im Gesetze des Herrn steht nämlich geschrieben: „Jede männliche Erstgeburt soll dem Herrn geweiht werden.“ Auch wollten sie das Opfer darbringen, wie es im Gesetze des Herrn geschrieben ist: ein Paar Turteltauben oder zwei junge Tauben. Und siehe, in Jerusalem lebte ein Mann mit Namen Simeon. Er war gerecht und gottesfürchtig und harrte auf den Trost Israels, und der Heilige Geist war in ihm. Es war ihm vom Heiligen Geiste geoffenbart worden, er würde den Tod nicht schauen, bevor er den Gesalbten des Herrn gesehen hätte. Auf Antrieb des Geistes war er in den Tempel gekommen. Als die Eltern das Kind Jesus hineinbrachten, um an ihm die Vorschrift des Gesetzes zu erfüllen, da nahm er es auf seine Arme, pries Gott und sprach:

„Nun lässt du deinen Knecht, o Herr,
nach deinem Wort in Frieden scheiden;
denn meine Augen haben dein Heil geschaut,
das du bereitet hast vor allen Völkern:
Das Licht zur Erleuchtung der Heiden,
den Ruhm deines Volkes Israel.“

Sein Vater und seine Mutter waren voll Staunen über die Dinge, die von ihm gesagt wurden. Simeon pries sie selig und sprach zu Maria, seiner Mutter: „Siehe, dieser ist bestimmt zum Fall und zur Auferstehung vieler in Israel und zum Zeichen, dem man widersprechen wird. Ein Schwert wird deine eigene Seele durchdringen, auf dass die Gedanken vieler Herzen offenbar werden“ (Lk 2, 22-38).

Vergegenwärtigen wir uns einige Szenen aus dem Leben des heiligen Johannes: sein erstes Zusammentreffen mit seinem Meister (Joh 1, 35), Johannes beim Letzten Abendmahl (Joh 13), unter dem Kreuz (Joh 19, 25f.); lesen wir einige Stellen aus seinem ersten Briefe, die von der Liebe sprechen: ( 1Joh 3, 11f., 4, 7f.); beten wir heute innig den Johannesprolog (Joh 1, 1f.); lesen wir die ersten drei Kapitel der Apokalypse!

Das wird uns seine Größe vor Augen führen.

 Tagesheilige:

  • Hl. Genoveva, Jungfrau +502. Patronin der Stadt Paris. Gott prüfte die fromme Jungfrau sehr durch Krankheit, Verfolgung und Verleumdung. Sie blieb Gott treu!
  • Hl. Gordius, Märtyrer; geb. in Cäsarea in Israel; Gordius war der Überlieferung nach römischer Offizier zur Zeit von Kaiser Licinus, der nach dem Erlebnis von Hinrichtungen seinen Dienst quittierte und am Berg Sinai als Einsiedler lebte. In die Stadt Cäsarea zurückgekehrt, kritisierte er den heidnischen Kult, bekannte sich als Christ, wurde bedroht und, als er standfest blieb, enthauptet.

Nachfolge Christi, 1.B. 5.K.: „Lies demütig und gläubig; frage gern und höre schweigend die Lehren der Heiligen, und lass dir nicht missfallen die Denksprüche der Altväter, denn sie werden nicht umsonst vorgetragen!“

Dem Herrn geweiht!