„Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben …!“ Mt 22, 37

Das erste und größte Gebot!
Kein anderer Gesetzgeber der Welt hat in seinem Gesetzbuch die Liebe gefordert. Alle sind zufrieden mit dem äußeren Gehorsam. Keiner wendet sich mit einem Gesetz an den allerinnersten Menschen, an das Herz. Gott ist der einzige Gesetzgeber, der nicht nur Gehorsam, sondern auch Liebe fordert, Liebe vor allem, Liebe allein, Liebe aus allen Kräften. Aber wir haben gesehen: Es muss so sein. Gott ist die Liebe. Also muss die Religion Liebe sein. Liebe oder nichts! Herzenssache oder leere Äußerlichkeit.
Deswegen frage ich dich nicht: Betest du, bist du keusch, mäßig, demütig, geduldig, pflichttreu in der Arbeit? Das ist zu wenig. Ich frage: Liebst du Gott? Wenn du mit den Zungen der Engel und der Menschen redest, aber die Liebe zu Gott nicht hast, dann bist du wie ein tönendes Erz und eine klingende Schelle. Und wenn du die Gabe der Weissagung hast und kennst alle Geheimnisse und alle Wissenschaft, und wenn du allen Glauben hast, so dass du Berge versetzen könntest, die Liebe aber nicht hast, so bist du nichts. Und wenn du alle deine Habe zur Speise den Armen austeilst und wenn du deinen Leib dahingibst zum Verbrennen, die Liebe aber nicht hast, so nützt es dir nichts (1Kor 13). Du musst Gott lieben aus deinem ganzen Herzen und aus deiner ganzen Seele und aus allen deinen Kräften. Alles andere kommt von selbst. Die Liebe zu Gott ist die Mutter jeder Tugend.

„Ich liebe dich, mein Gott, ich liebe dich, und mehr und mehr will ich dich lieben. Gib mir, o Herr, mein Gott, du Schönster unter den Menschenkindern, dass ich mich nach dir sehne, dass ich dich liebe, wie ich dich lieben will und lieben soll! Du bist unendlich, und ohne Maß musst du geliebt werden, vor allem von uns, die du so sehr geliebt, zu deren Rettung du so viel getan.“ (Hl. Augustinus)

Tagesheilige:

  • Hl. Dorothea, Jungfrau und Märtyrin + um 304.
  • Hl. Paul Miki und 25 Gefährten; Märtyrer von Nagasaki; + 05.02.1597.
  • Marthe Robin; Tertiarin und Mystikerin.
    Sie wurde als sechstes Kind kleiner Bauern geboren. Die Schule konnte sie wegen ihres schwachen Gesundheitszustandes nur unregelmäßig besuchen. 1918 erkrankte sie und wurde bettlägrig. Nach zwischenzeitlicher Besserung waren ab 1928 ihre Beine gelähmt und sie war wieder ans Bett gefesselt, litt an Rheuma, Kopf- und Magenschmerzen, vertrug kein Licht, konnte keine Nahrung mehr aufnehmen, kaum mehr schlafen und war auf Pflege angewiesen. Außer der Kommunion nahm sie keine Nahrung mehr zu sich und konnte nicht mehr schlafen. 1928 trat sie in den Dritten Orden der Franziskaner ein, Ab 1929 waren auch ihre Hände gelähmt und sie empfing die Stigmatisierung durch die Wundmale Jesu und erlebte jeweils von Donnerstag bis Freitag das Leiden Christi so intensiv, dass ihr – den Berichten nach – Blut aus der Stirn und den Augen austrat. 1934 wurde auf ihre Bitten hin eine christliche Schule für Mädchen eröffnet, der später eine Realschule und eine Hauswirtschaftschule folgten. Auf Grund ihrer Anregung wurden 1936 die Foyers de Charité, Heimstätten der Nächstenliebe gegründet als Gemeinschaften von Priestern und Laien, die in der Welt Zeugnis für die Nächsten- und Gottesliebe geben und dazu Exerzitien abhalten. 1940 erblindete sie. Sie starb am 06.02.1981.

Nachfolge Christi, 3.B. 6.K.: „Wer weise in der Liebe ist, der sieht nicht so sehr auf die Gabe des Liebenden als auf die Liebe des Gebers!“

Der Herr ist mein Helfer und Erlöser!